Juni 2025 – Ein Wunder: Ein Schreiben!

Es ist Anfang Juni 2025, und plötzlich passiert etwas, das man kaum noch für möglich gehalten hätte: Der örtliche Wasserversorger informiert die Anwohner. Schriftlich. Mit konkreten Uhrzeiten. Und sogar mit einem „Danke für Ihr Verständnis“.

Warum genau das Wasser abgestellt wird, steht zwar nicht drin – aber nach Monaten völliger Informationswüste fühlt sich dieses Schreiben an wie ein warmer Sommerregen nach einer langen Dürre.
Respekt. Wertschätzung. Kommunikation.
Dinge, die man als Anwohner dieser Baumaßnahme fast verlernt hat.

Doch die Freude hält nicht lange.

Natürlich wird wieder gegraben. Was sonst.
Kaum ist das Schreiben im Briefkasten, rollen die Fahrzeuge an.
Und was passiert?
Natürlich: Die Straße wird wieder aufgerissen.

Diesmal geht es um die Wasseranschlüsse.
Vermutlich werden alte Schieber ersetzt – vorausschauendes Handeln, könnte man sagen.
Eigentlich sinnvoll.
Eigentlich.

Wäre da nicht die Tatsache, dass dies bereits die nächste Grabung ist.
In derselben Straße.
An denselben Stellen.
Zum wiederholten Male.

Man fragt sich langsam ernsthaft:

Wie viel Erdmasse kann eine einzige Straße eigentlich bewegen?

Im Tal der Könige wurde vermutlich weniger Erde verschoben als hier in Oedenreuth.

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