08.09.2025 – Ein Jahr und zwei Tage später: Vermessung statt Asphalt

Am 08. September 2025 – ein Jahr und zwei Tage, nachdem die Straße zum ersten Mal aufgerissen wurde – bekommt die Oedenreuther Hauptstraße wieder Besuch. Keine Asphaltkolonne. Keine Straßenbauer. Keine Maschinen.

Sondern: Vermessungsarbeiter.

Sie schleichen durch die Straße, messen, suchen, vergleichen, notieren. Behende, fleißig, konzentriert. Fast schon elegant.

Nur eines fehlt – wie immer:

Information.

Kein Zettel. Keine Ankündigung. Keine Erklärung, warum jetzt plötzlich wieder vermessen wird. Und vor allem: Ob das der fehlenden Asphaltierung überhaupt zuträglich ist.

Eine Nachricht an einen Feldgeschworenen bringt Licht ins Dunkel – oder eher noch mehr Schatten:

An unserem Grundstück wurden beide Grenzsteine nicht gefunden.

Beide.
Nicht einer.
Beide.

Das ist ungefähr so vertrauensbildend wie ein Chirurg, der vor der OP sagt:
„Wir finden den Blinddarm schon irgendwie.“

Wenn nach einem Jahr Baustelle plötzlich Vermesser auftauchen, die Grenzpunkte suchen, und dann feststellen, dass ausgerechnet an Deinem Grundstück beide Steine fehlen, dann fragt man sich:

  • Wie wurde hier eigentlich gearbeitet?
  • Wurde überhaupt nach Plan gebaut?
  • Wurde überhaupt mit Plan gebaut?
  • Und wie soll man eine Straße asphaltieren, wenn man nicht einmal weiß, wo sie verläuft?

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