Seit Anfang März läuft die Baustelle auf Hochtouren.
Täglich sind Arbeiter vor Ort, täglich wird gebaggert und verlegt.
Und täglich stellt sich dieselbe Frage:
Wo ist heute keine Zufahrt möglich?
Wo befindet sich heute die Baustelle?
Wo parke ich mein Auto?
Antworten?
Wie immer: keine.
Gemeinde und Baufirma bleiben stabil in ihrer bewährten Strategie des Nichtinformierens.

Die Baustelle wächst, die Arbeiten schreiten sichtbar voran.
Man könnte fast meinen, alles läuft nach Plan – wenn man denn wüsste, welcher Plan das ist.

Vor der Baustelle: keine Absperrung, keine Warnung, kein Hinweis.
Wer zufällig vorbeikommt, steht plötzlich mitten im Geschehen.
Offenbar besteht keine Notwendigkeit, irgendjemanden zu informieren – weder Anwohner noch Verkehrsteilnehmer.

Kurz vor der nächsten Sperrung retten wir unser Wohnmobil.
Freundliche Nachbarn gewähren Unterschlupf – sonst wäre das Wochenende buchstäblich ins Wasser gefallen.
Ein kleiner Lichtblick in einem ansonsten undurchsichtigen Baugeschehen.