2017 wurde die Kanalsanierung noch unter den Rahmenbedingungen der damaligen Straßenausbausatzung geplant. Im Rathaus Roßtal informierte die Gemeinde im Rahmen einer Bürgerversammlung über verschiedene Möglichkeiten zur Erneuerung des Kanalsystems.
Die Veranstaltung hinterließ jedoch einen eher verwirrenden Eindruck. Der Vortrag wirkte unstrukturiert, und auch die begleitende PowerPoint-Präsentation konnte keine klare Linie vermitteln. Viele Fragen blieben offen oder wurden nur ausweichend beantwortet.
Die Prämisse lautete, den Kanal aus den Privatgrundstücken herauszunehmen. Warum, da nahezu alle Grundstückseigentümer auf der nördlichen Straßenseite – mit Ausnahme des ersten Grundstücks vom Heuweg kommend – Flächen an die Gemeinde abtreten mussten, blieb unverständlich. Durch diese Abtretungen wäre der Kanal nicht mehr auf Privatgrund verlaufen und eine neue, zweite Trasse wäre nicht notwendig gewesen.
Weiter unten, kurz nach dem alten Milchhäusla, verläuft der sanierte Kanal ebenfalls zunächst durch ein Baugrundstück und anschließend bis zur Pumpstation (ehemalige Kläranlage) über einen privaten Acker. Warum dies dort problemlos möglich war, während es im oberen Bereich angeblich ausgeschlossen sei, blieb offen.
Es ist auch nicht bekannt, welche vertraglichen Regelungen zwischen den Grundstückseigentümern und der Gemeinde getroffen und grundbuchamtlich dokumentiert wurden.
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